BHKW-Technik
Blockheizkraftwerke sind motorgetriebene Anlagen zur gekoppelten Strom- und Wärmeerzeugung. Ein BHKW-Modul besteht im Wesentlichen aus einem Verbrennungsmotor als Antrieb, einem Generator zur Stromerzeugung und dem Wärmetauscher zur Auskopplung der Wärme aus Kühlwasser und Abgas. Weitere Hilfskomponenten sind je nach technischer Ausführung Dreiwegekatalysator, Gasregelstrecke und integrierte Schallschutzhaube.
BHKW-Module sind verfügbar von 5 kWel bis 7 MWel. Die technischen Konzepte der Motoren reichen vom speziell entwickelten Kleinmotor über modifizierte Kfz-Motoren, Dieselaggregate, stationäre Gasmotoren bis zu großen Dieselmotoren. Den größten Anteil bei den Brennstoffen hat derzeit das Erdgas; daneben werden auch leichtes Heizöl, Klärgas, Deponiegas, Flüssiggas sowie regenerative Energieträger wie Biogas, Holzgas und Rapsöl genutzt.
Eine wichtige Rolle für die Bewertung von Blockheizkraftwerken spielen die Schadstoffemissionen. Zur Emissionsminderung stehen die nachgeschaltete katalytische Abgasreinigung sowie das Magermotorprinzip zur Verfügung. Um eine hohe Betriebszuverlässigkeit zu erreichen, ist eine regelmäßige Wartung der Motoren sehr wichtig, entweder über einen Teilwartungs- oder einen Vollwartungsvertrag.
Zu einem kompletten Blockheizkraftwerk gehören neben den Modulen weitere Komponenten: ein zusätzlicher Spitzenkessel für Zeiten höheren Wärmebedarfs sowie ein thermischer Pufferspeicher, mit dem zu häufiges Takten der Motoren verhindert werden kann. Die Auslegung erfolgt in der Regel auf die Wärmegrundlast (Richtwert rund 30 % der Wärmehöchstlast), wodurch hohe Laufzeiten von 4000 bis 6000 h/a erreicht werden.
Blockheizkraftwerke werden in den allermeisten Fällen wärmegeführt gefahren. Je nach Betreiber und Stromvergütung ergeben sich unterschiedliche Betriebsstrategien: wärmegeführt, wärmegeführt ohne Einspeisung, wärmegeführt und stromoptimiert sowie stromgeführt. Bei stromgeführtem Betrieb muss nicht absetzbare Wärme gespeichert oder weggekühlt werden.